Hier sieht man ein Bild einer alten Mercedes-Schreibmaschine. Eine kurze Beschreibung auch am Ende des Beitrags..

Oder BWL

Mein Vater fand kurz nach meinem Abitur, ich solle eine Naturwissenschaft studieren. Oder BWL. Meine Mutter liebäugelte für mich mit Jura. Oder BWL. Bei der Berufsberatung hieß es, wir sollten uns möglichst schnell spezialisieren. Oder BWL studieren.

Im Studium selbst erinnere ich mich an zwei große Informationsveranstaltungen, in denen uns Absolventinnen der Germanistik empfahlen, unser Studium einfach mit BWL zu kombinieren. Oder zumindest Wirtschaftspädagogik.

Ich weigerte mich. Und studierte Germanistik, Kulturwissenschaften, Romanistik. Ein literaturlastiges, kultur- und geisteswissenschaftliches Studium, das vor allem anderen seine Studierenden dazu ausbildet, Texte zu analysieren sowie selbst qualitativ hochwertige Texte zu erstellen. In meinem Studium – ich habe den veralteten akademischen Grad „Magister“ – schrieben wir in den Semesterferien wissenschaftliche Hausarbeiten. Umfang immer zwischen 15 und 20 Seiten, die Themen meist selbstgewählt und abgesprochen. Mein größter Output: 5 Hausarbeiten in den Sommersemesterferien. Insgesamt gab ich bis zu meinem Abschluss fast 20 Arbeiten ab, zusätzlich zur Magisterarbeit. Es war ein schönes Studium. Weil ich ausgesprochen gerne schreibe.

Nach dem Studium sattelten einige von uns um – Zweitstudium BWL. Und ich begann, mich vorsichtig auf dem Arbeitsmarkt umzuschauen. Die Stellenanzeigen, die mich interessierten, hatten meist etwa diesen Wortlaut:

„Ihr Deutsch ist herausragend in Wort und Schrift? Sie verfügen über ausgezeichnete kommunikative Fähigkeiten und sind in der Lage, schnell hochwertige Texte selbst zu erstellen sowie redaktionelle Tätigkeiten zu übernehmen? Fremde Texte zu lektorieren ist für Sie kein Problem? Dann passen Sie zu uns!“

Zur gewünschten Qualifikation stand im Anschluss folgendes:

„Sie haben Ihr Studium [des Journalismus, der Medienwissenschaft etc.] oder BWL erfolgreich abgeschlossen und bereits erste Berufserfahrungen in einer vergleichbaren Position? Dann schicken Sie Ihre Bewerbung an …“

Oder BWL. Jedes, zur Verdeutlichung: JEDES einzelne Mal. Der Running Gag meines Erwachsenenlebens. BWLer, so lernte ich dadurch, waren die eierlegenden Wollmilchsäue des Arbeitsmarktes. Die konnten einfach alles! Und vor allem konnten sie offenbar … schreiben! Da hatte ich jahrelang die Diplomarbeiten von BWLern Korrektur gelesen und mir ihr Gejammer angehört, weil die Anfertigung dieser Arbeit quasi der erste längere selbst verfasste Text war, den man von ihnen verlangte, und mir war vollkommen entgangen, dass sie alle eigentlich eine Ausbildung im Schreiben erhielten! Die Wege des universitären Betriebs sind sonderbar.

Nun erzählen einem liebe Menschen aus dem Umfeld, man möge sich bitte nicht vom Wortlaut der Stellenausschreibungen irritieren lassen und sich fröhlich trotzdem bewerben. Was ich tat. Mittlerweile hatten wir eine kleine Tochter, dennoch dachte ich naiverweise, dass sich vielleicht eine berufliche Herausforderung für mich finden würde – und wozu gibt es Betreuungseinrichtungen?
Ich möchte, wenn ich Euch den Rücklauf meiner Bewerbungsbemühungen beschreibe, nicht zu sehr ins Detail gehen. Das, was ich im Briefkasten fand, war im allerbesten Fall höflich-desinteressiert. Der überwiegende Teil meiner schriftlichen Ablehnungen (es sind bis heute nicht allzu viele, ich fing mit der Promotion an und bewarb mich seitdem nicht häufig) war respekt- und stillos. Und die letzte Ablehnung, die ich erhielt, würde ich sogar als tiefe Beleidigung beschreiben.

Und wenn ich BWLer wäre? Werden sie in Stellen, die prädestiniert sind, um mit Germanisten besetzt zu werden, glücklich? Wo gehen sie hin, die ganzen Universalgenies, nach denen sich Teams, die Schreiber suchen, die Finger lecken? Zumindest unter unseren BWLer-Freunden gab es damals eine nicht unwesentliche Quote an Arbeitslosen – zunächst. Mittlerweile sind viele untergekommen. Z.B. in der Redaktion von Burda, bei einem Sportsender als Reporterin oder als Content Manager bei einem wissenschaftlichen Verlag. Die suchten nämlich alle „oder BWL“.

Ich freue mich für meine Freunde und Bekannten. Und ich habe nichts gegen BWLer. Die meisten sind cool. ABER ich habe eine Neuigkeit für den Stellenanzeigenmarkt und alle Stellenanzeigenproduzenten: Das Erstellen von Texten ist DIE Kernkompetenz eines Germanisten. DIE EINE wichtige, entscheidende Qualifikation, die Ihr benötigt, ist eine, die ein geistes- und literaturwissenschaftliches Studium ausbildet. Anders als Ihr in Euren Stellenanzeigen annehmt, handelt es sich beim Schreiben-Können nicht um eine Art Soft Skill, den jeder schon „irgendwie“ mitbringt. Ihr sucht Menschen, die gelernt haben, zu schreiben und zu redigieren. Ihr sucht Menschen wie mich und übergeht dennoch ihre Bewerbungen.

Natürlich gibt es auch Absolventinnen anderer Disziplinen, die hervorragend schreiben können. Weil sie einfach Talent haben. Seltsamerweise lautet keine einzige Stellenanzeige wie folgt: „Du hast Dein Studium der Germanistik oder Journalistik erfolgreich abgeschlossen ODER bringst ein überdurchschnittliches Talent zur Texterstellung mit …“ Nein. Sie lauten:

„Blablabla. Oder BWL.“

Ich reiche in zwei Wochen meine Dissertation ein. Ab September suche ich eine Anstellung. Daher schaue ich mich erneut auf dem Arbeitsmarkt um. Und die erste interessante Stellenanzeige, die ich öffne, ist die folgende:

„Deine Aufgabe ist das Erstellen von erstklassigen, werbewirksamen und suchmaschinen-optimierten Texten für unsere Webseiten (u.a. heise-homepages.de, heise-apps.de, heise-media-service.de) und Social-Media-Kanäle.

Du hast Dein Studium im Bereich Medienmanagement, BWL oder einer vergleichbaren Fachrichtung erfolgreich abgeschlossen oder verfügst über eine vergleichbare Ausbildung? Wenn Du auch ein hohes Maß an Eigeninitiative und Liebe zum Detail mitbringst, dann werde Teil unseres erfolgreichen und motivierten Teams.“

Oder BWL. Liebes Team von heise, das ist ein sehr, sehr schlechter Scherz.

(Das obige Foto zeigt ein Arrangement meiner wundervollen Freundin aus Berlin. Alles da! Eine Schreibmaschine, und ein schön gerahmtes „Fuck the system“. Was sie sonst so macht, könnt Ihr unter mauberlin.net sehen.)

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20 Gedanken zu „Oder BWL“

  1. Schreiben, Kommunizieren & Lektorieren ist inzwischen zum „Soft Skill“ mutiert. Das kann schließlich jeder, selbst „die mit BWL“. Das spiegelt sich übrigens auch in der Bezahlung wider.

    Wünsche Dir viel Erfolg & vor allem, dass Du an einen Arbeitgeber gelangst, der Dich und Deine Fähigkeiten verdient hat!

  2. Das Problem ist mitunter auch, dass die Ablehnung auf Deine Bewerbung gar nicht von dem kommt, der die Stelle ausgeschreiben hat, sondern irgendein „Human Resources“-Schlipsträger meint, Du wärst wegen fehlender (BWL-)Qaulifikation einfach ungeeignet.

    Auch ich wurde im (technischen) Studium mit der Pflichtvorlesung BWL gequält und war froh, dass ich das ohne bleibende Schäden am Hirn überlebt habe. Ok, es mag durchaus auch BWLer geben die „in Ordnung“ sind, aber sie sind in freier Wildbahn eher selten anzutreffen. Zumal BWL ja mittlerweile anscheinend nur noch das Mantra „Mitarbeiter sind zu teuer und müssen gefeuert werden“ lehrt, zumindest kann man den Eindruck haben wenn man sieht, was die Unis so ausspucken. Ok, mittlerweile kann man auch ein Studium in VWL abschließen ohne jemals sich mit Karl Marx beschäftigt zu haben…

    BWL ist in meinen Augen pure Erbsenzählerei. Wer drauf steht und glücklich damit wird darf das gerne machen, aber er möge bitte nicht auf die dämliche Idee verfallen, dass jeder BWL studiert haben muss. In meiner Studienzeit war BWL übrigens oft das Studium für diejenigen die nicht wussten was sie wollten (studier ich halt mal BWL) oder den numerus clausus in anderen Fächern nicht geschafft haben.

    Lustiges Detail aus meiner Arbeitswelt. Unser Marketing (vorwiegend BWLer) wurde bei der letzten Entlassungswelle (angeordnet von BWLern) sehr in Mitleidenschaft gezogen und will nun von uns (Technikern) dass wir die Marketingtexte für unsere Produkte schreiben… Also genau das, was eigentlich Leute wie Du bestimmt viel besser können. Wobei, ich hatte vor ein paar Jahren mal einen Berührpunkt mit Marketing und wurde nach meinen Ideen gefragt. Und da habe ich meinen „Bullshit-Generator“ zum Erzeugen von hohlen Phrasen auf Hochtouren laufen lassen und siehe da, die sind voll drauf abgefahren. Vielleicht steckt in mir ja auch ein verkappter Germanist. :-)))

    Ich drücke Dir jedenfalls die Daumen und hoffe, dass irgendwann mal jemand mit gesundem Menschenverstand Deine Bewerbung liest und Dein Potential erkennt. Momentan fällst Du anscheinend einfach durch das Raster.

  3. Hi,
    Danke für diesen Fast-Rant 😉

    In meinem Berufsumfeld liebe ich den Satz „Du hast eine flotte Schreibe?“.
    Das ließt man tatsächlich noch und ich frage mich, woher ich diese Schreibe bekomme, die auch noch flott sein soll. Unflotte soll es ja genug geben. Bei BWlern, wie man hört.

    Tja, aber schreiben kann jeder. Echt. Nicht.

    Dennoch darf ich die Frage erlaubt sein, ob Du dir Deine Bewerbung schon kritisch betrachtet hast. Ich kenne eine nicht unerhebliche Menge an Akademikern, die zwar superinterlektuell die Welt betrachten, aber ihre Bewerbungen aussehen und teilweise geschrieben sind, als wenn sie einfach keine Lust dazu hatten…. nur so am Rande. Oder Herrgottnomal: „Studier BWL!!

    Grüße
    DD

    1. Danke, mein Lieber! Schön, Dich hier zu lesen!! Dein Blog fehlt mir.

      Ich fühle mich gerade sehr verstanden, danke! :-). Immerhin, und um das nochmal zu verdeutlichen, will ich hier keiner Fachrichtung ans Bein pinkeln. Aber ich würde doch für meine gut laufende Bäckerei, für die ich eine Konditorin als weitere Kompetenz suche, keinen Buchhalter einstellen, nur weil beim Torte backen auch die Finanzen wichtig sind. Und ich finde, der Vergleich hinkt gar nicht soo sehr. Wir können alle etwas anderes gut, einige haben ein bestimmtes Talent ausgebildet, andere haben etwas anderes dazu gelernt und können vielleicht in ihrem Berufsleben nun sogar Talent und Ausbildung kombinieren. Anstatt eine solche Entwicklung zu fördern, bügeln wir bereits in der Schule alles hübsch glatt. Und nach der Ausbildungszeit erfahren wir dann, was wir EIGENTLICH hätten machen sollen. (Ok, das ist jetzt ungerecht. Wurde mir persönlich schließlich immer gesagt :-))

      Wenn ich meinen Kindern erzähle, sie sollen gemäß ihren Fähigkeiten und ihrer Freude an etwas lernen und sich ausbilden lassen, will ich nicht, dass sie sich später dauernd „Oder BWL“ reinziehen müssen. Wobei – die Große will aktuell Tänzerin werden. Da stellt man vermutlich doch eher selten eine Wirtschaftswissenschaftlerin ein. 😉

  4. * keuch* – herrlich! Ist so, hab das im Bekanntenkreis immer wieder gehört, allerdings nicht so schön formuliert. Die spinnen, die Personaler.

  5. BWL = Betriebs-Wirtschafts-Lehre

    ich kenne nicht einen, der sich mit dem Betrieb oder der Wirtschaft auskennt!
    ebenso

    VWL = Volks-Wirtschafts-Lehre

    auch hier fehlt das Wissen über das Volk und die Wirtschaft.

    Nun bin ich ja jemand, der „nur“ eine kaufmännische Ausbildung hat und der sich während der Ausbildung mit beiden Fächern auseinandersetzen musste.
    Während meines Lebens in der Arbeitswelt bin ich dann auf BWL’ler und VWL’ler getroffen, die NICHTS vom realen Leben wussten sondern sich nur im Wolkenkuckucksheim ihrer Phrasen bewegten. Am „liebsten“ in Form von Unternehmensberatern.

    Ja, sie konnten Texte verfassen. So hohl, so sinnentleert aber halt wortgewaltig. Schön einschläfernd. Nach dem einsetzenden Koma wurde dann deren Konzept abgenickt. Selten hatte das Konzept aber Hand und Fuß.

    Zu Deinen Bewerbungsbriefen, vielleicht ist es ratsam, den (wie Rainer sagt) Bullshit-Generator zu bemühen und einen „fröhlichen und aufmerksamen“ Text zu schreiben. Im Stil der BWL’ler halt. Es „verknoten“ sich Dir dabei wahrscheinlich die Finger, aber die Bewerbung schafft es vielleicht auf den Schreibtisch der Personalabteilung! Denn bedenke, es sitzen BWL’ler dort, die die Briefe öffnen. 😉

  6. Pingback: Oder BWL | Carta
  7. Falls es mit den Bewerbungen nicht klappt: Es gibt z.B. von den IHKs Traineeprogramme für Akademiker, die dir in 3 Monaten einen BWL-Crashkurs bieten. Selbst wenn du damit natürlich kein BWLer bist, kannst du dir „und BWL“ in den Lebenslauf schreiben.

  8. „Das Erstellen von Texten ist DIE Kernkompetenz eines Germanisten. DIE EINE wichtige, entscheidende Qualifikation, die Ihr benötigt“

    Das ist ja der Witz. In der freien Wirtschaft ist Kompetenz doch gar nicht mehr gefragt. Geschweige denn Kernkompetenz. Dann lieber eine/n, die/der im Notfall irgendwo im Sekretariat aushelfen kann.

    Kernkompetenz heißt Sorgfalt heißt Aufwand heißt Zeit heißt Geld. Dann lieber Billigramsch aus Stockimages und Robotertexten zusammenklöppeln.

    So tickt das System heute offenbar. In diesem Sinne, preise die Titelgrafik.

    1. Selbst dann wäre der Germanist doch wesentlich billiger als der BWLer 😉 Besser kopieren kann er in der Regel auch. Aber ja, ich stimme zu. So schade es ist, Kernkompetenzen werden momentan kaum gefragt und mittlerweile auch nur noch ungern ausgebildet. Dass sich das nicht irgendwann rächt …

  9. Es verschärft sich, wenn man im beruflichen Dreiländereck Redaktion/Wirtschaft/IT unterwegs ist. Da tummele ich mich seit zehn Jahren, bin aber von Haus aus Anglistin. Ganz ehrlich? Ich fürchte, in keiner Stellenausschreibung, auf die ich mich je erfolgreich beworben habe, stand irgendwas von „Geisteswissenschaft“ oder „Philologie“. Die suchen immer nur Informatiker „oder ein vergleichbares Studium“… Oder BWL.

    1. Danke Dir! Von da kenne ich es auch! Eine unserer Wochenendbeschäftigungen war, Stellenanzeigen im Raum Lörrach durchzuschauen.

      Ich finde es nicht einmal schlimm, dass nicht explizit Geisteswissenschaftler gesucht werden. Es würde vollkommen reichen, wenn nicht irgendwelche Personaler von vorne herein die Studiengänge neben „oder BWL“ einfach aussortieren würden. In einem zweiten Schritt könnte man darüber nachdenken, die Ausschreibungen anzupassen, auch gerne nach Talent. „Du bist ein Super-Fotograf? Begnadeter Gamer? Guter Texter? Dann … “ 🙂 Als würde man sich dabei einen abbrechen. Aber irgendwer hat halt mal gesagt, man brauche nun für alles jemanden mit Ahnung von Wirtschaft. 😉

      .

    1. Das wüsste ich auch gern! Der Link tuts nur nicht. 🙁
      Hat sich ein Fehler eingeschlichen? Gerne noch einmal per Mail an junaimnetz[at]gmail.com.

      Der Witz ist ja: Die ganzen „genuinen“ Textarbeiter kosten wesentlich weniger als der Diplom-BWLer. Und der Vorwurf mangelnder Pragmatik kann nicht über eine gesamte Ausbildung generalisiert werden. Germanistinnen werden nicht zum Schwallen und Prokrastinieren erzogen, und BWLerinnen nicht zur Effizienz.

      Für mich bleibts dabei: Die Ökonomen in die wirtschaftsbezogenen Stellen, die Geisteswissenschaftler in die Textproduktion. Talentierte Ausnahmen gibt es überall. Und die wissenschaftsbezogenen Verlage, Magazine und Online-Zeitungen nehme ich von meinem Pauschalrant auch gerne aus. Aber warum z.B. der Bekleidungskonzern Engelhorn als Content Managerin (zur Texterstellung und zum Lektorat) einen BWLer sucht – und das ist nur ein Beispiel von sehr, sehr vielen – wird mir ewig ein Rätsel bleiben 😉

      1. Vielleicht hilft dieser Erklärungsversuch: In keinem anderen Studium wird man so sehr trainiert, Dinge zu machen, ohne sie zu hinterfragen. Perfekte Voraussetzungen für einen Arbeitgeber ;D.

        1. Hehe. Wie fies! Also, so gemein war ICH aber nicht!! 😀

          Naja, um ehrlich zu sein, ich glaube, selbst denken steht aktuell fast nirgends mehr hoch im Kurs. Das ist schon echt traurig. Aber auch ein anderes Thema, sonst kommen wir hier vom Hundertsten ins Tausende. Oder wie der blöde Spruch heißt. 🙂

  10. Mein Spam-Filter fand Eure Kommentare doof. Er ist offenbar genauso kompetenzbefreit wie die ganzen Geisteswissenschaftler, die niemand einstellt 😉 Sorry und danke für die Geduld beim Freischalten!

  11. Ich suche zur Zeit nach einem Nebenjob und mache da ganz ähnliche Beobachtungen: Gerade im technischen Bereich (z.B. alles rund um Informatik) wird als Voraussetzung meist ein dazu passendes Studium – oder BWL – angegeben. Ich glaube nicht, dass sich der durchschnittliche BWLer besser mit Informatik auskennt, als der durchschnittliche Sozialwissenschaftler – somit erschließt sich mir da nicht der Sinn.

    1. Ungläubiger 🙂 Wo ich mir so Mühe gegeben habe, hier zu zeigen, wie universell einsetzbar sie sind 😉

      Die Kommentare hier und auch auf carta sind wirklich erhellend, wie ich finde. Es hat also vermutlich tatsächlich nichts das Geringste mit Qualifikation zu tun, wenn in den Stellenausschreibungen „oder BWL“ angegeben wird. Der Sinn erschließt sich auch mir nach wie vor nicht, aber es ist irgendwie beruhigend zu wissen, dass es sich da wohl um eine verstiegene Dynamik handelt, und nicht wirklich um die Wahrnehmung von BWL-Absolventen als eierlegende Wollmilchsäue. Viel Glück bei der Nebenjobsuche!

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