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In eigener Sache

20 Dinge über mich

Ein hübsches Blogstöckchen macht die Runde. Nachdem ich den schönen Text von Pia Ziefle auf twitter teilte, warf sie mir selbiges gleich nach. Ich danke!
Nun also 20 eher willkürlich ausgewählte Dinge über mich.

  1. Ich liebe Listen. Es könnte gut möglich sein, dass ich der größte Fan von Listen auf diesem Planeten bin. In unserem Haushalt gibt es immer wieder akute Anhäufungen von Listen. Einkaufslisten sind aber selten darunter. Vielleicht ist mein Faible für Listen auch der Grund für meine Freude an diesem Blogstöckchen.
  2. Meine Listomanie ist mir von meinem biologischen Vater vererbt worden. Als wir ihn vor einigen Jahren besuchten, setzte er sich morgens an den Frühstückstisch und sagte: „Was wollt Ihr denn gerne alles sehen und unternehmen? Ich mach mal eine Liste!“ Mein Mann machte das Gesicht, das er immer macht, wenn ihm irgend etwas sehr, sehr unheimlich ist.
  3. Ich mag sogar das Wort „Listen“. Es ist so nah an „listig“.
  4. Auch wenn es nun den Anschein hat, ich habe keine Zwangsneurose. Echt nicht.
  5. Nachdem ich die ersten vier Punkte den Listen gewidmet habe, brauche ich vermutlich nicht mehr zu erwähnen, dass ich eher zu den strukturierten Menschen gehöre. Das gilt so ziemlich für jeden Bereich, außer für mein wissenschaftliches Arbeiten. Hier bin ich in einem solchen Maße assoziativ-chaotisch-unorganisiert, dass ich dazu neige, mich selbst entsetzlich zu nerven.
  6. Ich bin ein herz-lastiger Mensch. Soll heißen, ich fühle die meisten Dinge, bevor ich sie denke. Manchmal vergeht eine Zeit, bis ich aus dem Gefühl eine differenzierte Meinung oder einen Gedanken herausgearbeitet habe. Wenn ich es schaffe, diesen Prozess abzuwarten, bevor ich mich aufrege/ festlege/ äußere, ist es bei uns sehr harmonisch. „Wenn“ im Sinne von „falls“.
  7. Zu Nostalgie neige ich persönlich überhaupt nicht. Wobei: Gerade war ich noch 20. Wo sind bloß die letzten 14 Jahre hin??
  8. Wenn ich alt bin, werde ich wunderlich und kauzig. Wunderlich ist der Trend, der sich bei mir sowieso abzeichnet, und kauzig werde ich, weil das Wort so großartig ist. Kauzig! Hach!
  9. Und überhaupt! Wörter!
  10. Ich bin eine Eselsohr-Knickerin. Meine Eselsohren haben auch ein System: Links oben heißt, hier habe ich das Buch weggelegt. Links unten heißt, hier gibt es ein schönes Zitat/ eine interessante Stelle. Rechts oben bedeutet, dass ich da irgend etwas nicht verstanden habe. Aber: Siehe 4.
  11. Von der 7. bis zur 10. Klasse war ich sehr beliebt. Das waren die schönsten Jahre meiner Schulzeit.
  12. Die Gemeinheiten meines Mathelehrers habe ich nie vergessen. Ruprecht Eysholdt, ich weiß, wo Sie wohnen!!
  13. Ich bin ein schlimmer Schokojunkie. Von nichts werde ich so schnell und in einem solchen Maße abhängig wie von Schokolade. Der kalte Entzug dauert immer etwa eine Woche. Dann juckt mich Schokolade nicht mehr. Dummerweise fange ich irgendwann doch wieder an, welche zu essen. Mein Bruder hat das gleiche Problem. Vermutlich ist es vererbt. Als wir klein waren, haben wir uns vom Taschengeld oft ein Nutellaglas nur zum Auslöffeln gekauft. Eines fürs Frühstück hatten wir ohnedies. Wir waren eher reich.
  14. Geld ist ein gutes Mittel, um sich Schokolade zu kaufen. Und Wein. Darüber hinaus weiß ich allerdings nicht, wofür es genau gut ist. Mein Mann sagt was von Strom- und Arztrechnungen. Seitdem die Kinder da sind, überlasse ich ihm diesen Teil. Für die Finanzen der Familie habe ich keine Nerven mehr übrig. Da musste ich Abstriche machen.
  15. Mir deswegen Abhängigkeit vorzuwerfen halte ich für wenig originell. Ich kenne Menschen, die verteidigen ihr eigenes Konto mit ihrem Leben. Das macht sie aber leider nicht unabhängig. Mich ärgert es, wenn jemand sagt: „Dein Mann unterhält Dich“ und es abfällig meint. Natürlich tut er das. Wir haben drei Kinder bekommen. Die musste irgend jemand versorgen. Wäre ich diejenige mit dem Mathediplom und dem tollen Job gewesen, wäre er zuhause geblieben. Um dann vermutlich auf dem Spielplatz von anderen Müttern zu hören: „Toll! Du bist Hausmann?“ Alltagssexismus. Da kann ich mich drüber aufregen.
  16. Ich reagiere allergisch auf Hausstaub. Und auf den Versuch, mich zu manipulieren. Und auf Menschen, die meinen Kindern vorschreiben, wie sie zu sein haben. Oder mir.
  17. Erst seitdem ich Kinder habe, kann ich dem Winter etwas abgewinnen. Davor habe ich mich jeden Tag gefragt, wann dieser unsägliche Unsinn aufhört. Mein schlimmster Winter war 95/96. Meine Familie zog nach Hamburg um, ich war in der 11. Klasse. Und dachte nicht daran, schon wieder die Schule zu wechseln. Also pendelte ich. Jeden Morgen zwei Stunden von Hamburg nach Stade und jeden Mittag zwei Stunden zurück. Es war der längste Winter meines Lebens.
  18. Ich mag Menschen. Menschen sind zu den großartigsten Dingen fähig. Faszinierend!
  19. Ich kann fast jeden Songtext und alle möglichen Werbejingles auswendig. Kein Witz! Und: Ja, es ist ein Fluch.
  20. In meiner allerbesten Geschichte kommen meine allerbeste Freundin und ein Chemieklo in Nizza vor.
  21. Regeln sind da, um gebrochen zu werden 🙂

Das hat nicht nur Spaß gemacht, zu schreiben, es hat auch viel Freude bereitet, die 20 Dinge dieser Damen hier zu lesen: Das nuf, Frische Brise, und Anne.

Liebend gerne lesen würde ich, was der „chronisch schreibfaule“ Teilzeitpazifist über sich sagt, sowie die 20 Dinge des Berberichs.

Toll wäre auch, was von Leeloobe, AlsMenschVerkleidet, mickzwo oder leidenschaftlichwidersynnig zu lesen, aber so viele pingbacks wären jetzt fies. Nehmt doch einfach das Blogstöckchen auf, wenn Ihr Lust darauf habt! Freue mich auf Eure 20 Dinge!

UPDATE:

Und da bloggte er auch schon: Wunderschöner, persönlicher, sprachlich hinreißender Beitrag vom Teilzeitpazifist. Schwärme ich etwa? Ja, so what?

Weiterhin frisch gebloggt hat die bezaubernde Lieblingnichtjetzt. Hier gehts zum Post.

Auch Zeitschlag erzählt seine 20 Dinge. Gibt sogar Saufgeschichten!

Maurice aka IPhel74 hat gebloggt und behauptet, 21 sei die Hälfte von 42. Das kann ja auch jeder sagen!

Kinghaunst ist dabei und schreibt über die ganz persönlichen Hochs und Tiefs seiner Biographie!

Und bei Apfelpause sehe ich, dass es nicht immer unbedingt viel Text braucht, um etwas Kraftvolles zu sagen!

Last but not least habe ich den Berberich angesteckt! Vielen Dank für Deine schöne Liste! Und: Ja, am Ende fallen einem pausenlos weitere #20Dinge ein 🙂

Noch einmal 20 wunderbare Dinge von und auf sinnundverstand. Handgeschrieben!

Toll und persönlich gebloggt hat auch formschub.

Wahnsinns-Zusammenstellung der #20Dinge-Blogposts von Claudia Klinger! „Selbstdarstellung 3.0 im beschleunigten Verfahren“. Sehr schön formuliert, Claudia, wie stets:)

Und opas Blog ist durch seine 20 Dinge ebenfallls eine meiner Neuentdeckungen ! Danke!

  1. Ich will ja nicht lästern, aber Nutella ist keine Schokolade sondern was aus Nüssen. 🙂

    • Ich entschuldige mich ganz offen für den mies recherchierten Mist, den ich Euch hier vorsetze! Ich hoffe, Du kannst verzeihen:-))
      (Danke Dir für den Hinweis. Und: Ich habe sehr gelacht!)

  2. Deine Liste ist einfach nur *hach*! 🙂

    • Herzlichen Dank Dir!! Gerade hat allerdings der Teilzeitpazifist gemeint, er müsse es unbedingt NOCH besser machen 🙂 Ich verlinke den Beitrag nochmal oben! Das ist insgesamt echt ein schönes Blogstöckchen – sehr individuell und persönlich. Freut mich sehr, dass es Dir gefallen hat!

  3. Wenn ich irgendwas brauchbares zusammengetippt hab, dann liegt das an der wundervollen Vorlage, meine Gute. Denn: Ich bin nur ein Reaktivling, kein Kreativling. 😉

  4. Habe zum ersten Mal überlegt, einen Kommentar NICHT freizuschalten! Aufgrund von frechem Understatement Deinerseits. 🙂 Aber hier kann ja jede_r machen, was er_sie will 🙂

  5. Je mehr Listen ich entdecke, desto mehr fällt mir im Nachhinein noch ein 😉

    Danke für Deine Liste!
    Mathelehrer! Schokolade!

  6. Nr. 15 ist klasse! Das werde ich mir ausrucken und aufhängen und auswendig lernen, bis es bei mir genau so schnurzig klingt und kein bisschen zickig oder gar nach einer Rechtfertigung!

    • 😀 Das solltest Du auf jeden Fall tun! Habe am WE mit meinem Mann wieder ein Gespräch darüber geführt. Das ist eine gemeinsame Entscheidung, gemeinsamen Kindern geschuldet. Die Männer haben damit in aller Regel kein Problem – es ist meistens eine Projektion unter Frauen. Die völlig unnötig ist 🙂 (Oder, wie mein LIeblingslehrer zu jedem zweiten Satz von mir anmerkte: „Streichen, ersatzlos“. hihi.)

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Credits: Danke an Anders Norén für das Theme

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