juna im netz

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Internet und Gesellschaft

Was die anderen sagen …

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… ist ja manchmal einfach so viel treffender als das, was ich hier heraushauen möchte.
Deshalb gibt es hier eine Liste mit lesenswerten Blogposts zum Thema Flüchtlinge in Deutschland. Ich danke meinen bloggenden und schreibenden Kolleginnen und Kollegen für die umwerfenden, starken und herzlichen Worte, die sie gefunden haben – und die mir zur Zeit fehlen.

We are refugees, children of the sand

carried by the breeze from our motherland.

(Quelle: unbekannt)

70 Jahre nachdem Deutschland den Kontinent zum zweiten Mal in Schutt und Asche gelegt hat, dürfen wir uns sogar in Massenmedien wieder „asylkritisch“ nennen – ohne niedergebrüllt zu werden. Andrea Harmonika erinnert hier an unsere Geschichte – am Beispiel ihrer Uroma und Oma, die im zweiten Weltkrieg vor den Nazis flohen und das unglaubliche Glück hatten, die Wilhelm Gustloff zu verpassen.

Die wunderbare Bea Beste erzählt, wie sie mit 15 Jahren aus Rumänien nach Deutschland geflohen ist. Sie hatte Träume – und in „ihrem“ Land beängstigende Perspektiven. Sie wurde nach Deutschland geholt und macht seitdem diese Welt zu einem besseren Ort.

Frau Novemberregen spricht mit uns in deutlichen und treffenden Worten über das „Wir“, über Abgrenzung und Zusammenhalt.

Kurt Saar-Schnitt stellt uns seine Oma vor, die aus Pommern geflohen ist. Und seine Meinung gibt es dazu.

Warum die Hetze gegen die Verfolgten, die Kriegsflüchtlinge, die Verzweifelten und die ohne Perspektive nichts mit Asylkritik zu tun hat, erklärt Anatol Stefanowitsch in diesem Interview.

Karl Rotten setzt die besten Argumente FÜR eine noch viel stärkere Aufnahme von Flüchtlingen zueinander in Beziehung. Sehr klar, und selten so dicht gelesen. Danke dafür.

Die Initiative „Flüchtlinge willkommen“ hat mit dieser Internetpräsenz eine Möglichkeit geschaffen, freie Privatzimmer zentral anzubieten. Ich hoffe, die Vermittlung funktioniert. Und ich hoffe, dass an dieser Initiative noch viele Menschen teilnehmen.  Genauso wie an der Aktion #1000malWillkommen.

Das Versagen der Politik mobilisiert die Zivilgesellschaft. Die Zeit schreibt über #LaGeSo in Berlin, und ich bin immer noch zwischen Fremdscham über unsere Institutionen und deren Angestellte, und Freude über soviel Menschlichkeit hin und her gerissen.

Bewegtbild: Hubertus Koch war in Syrien und kommentiert das Ende seiner Dreharbeiten.

„Ich habe diesen Zufall nicht verdient“, schreibt Martin hier und erklärt, warum er #BloggerfuerFluechtlinge unterstützt.

Mareice hat bei den katastrophalen und nur durch viele ehrenamtliche Hände überhaupt tragbaren Zuständen bei der #LaGeSo geholfen – und darüber eindrucksvoll geschrieben.

Hier schreibt Stefanie sehr bewegend über ihre emotionale Reaktion auf die Zustände in den Kriegsgebieten. Stefanie engagiert sich ebenfalls als ehrenamtliche Helferin.

Auch wahnsinnig gerne gelesen: Christian mit sehr deutlichen Worten: „An Euch besorgte Bürger“.

Sehr lesenswert: CoMa erklärt Integration am eingängigen Beispiel.

Ein Artikel im Guardian (englisch) beschreibt, warum Oliver Junk, Bürgermeister von Goslar, sich für noch viel mehr Flüchtlinge ausspricht.

Wolfgang zitiert hier eine eindrückliche Passage aus einem passenden Text von Günter Grass .

Und auf ihrem Blog hat Mama Notes noch so viel mehr Lesenswertes, Informatives und Hilfreiches zusammengetragen, dass ich mir (beinahe) diesen Blogpost hier hätte sparen können. 😀

Was gerade in Deutschland passiert ist absolut besorgniserregend und macht zugleich Hoffnung. Denn seit kurzem sind die Menschen auch in den sozialen Netzwerken nicht mehr still, wenn über Flüchtlinge gehetzt wird oder Stammtischparolen in Streams auftauchen. Genau darum bitte ich Euch. Lest diese großartigen Texte, teilt die Beiträge, seid laut, kommentiert, schreibt den Menschen, die denken, das Boot sei voll, etwas entgegen – so viel wie es Eure Nerven zulassen. Es ist Zeit, etwas zu tun. Und auch das hier, das Reden im virtuellen Raum, ist so ein „Etwas“.

 

 

  1. Anita

    Hallo Juna,

    es gibt diese Diskussionen mit Menschen, von denen man eigentlich denken würde, dass sie ganz „normal“ wären.
    Die auf einmal auf tiefstes Stammtischniveau abrutschen.
    Wo man sich denkt, dass deren Gehirn nur noch auf Notstrom funktioniert. Als ob ein Schalter umgelegt worden wäre, der nur noch Hass und Angst zulässt.

    http://nieselpriem.com/dresdnergesichter/

    Kennst Du diese Seite schon?

    Und ja

    Zitat Juna: „Denn seit kurzem sind die Menschen auch in den sozialen Netzwerken nicht mehr still, wenn über Flüchtlinge gehetzt wird oder Stammtischparolen in Streams auftauchen. “

    wir dürfen nicht still sein.
    Wir müssen den Mund aufmachen und reden / schreiben.

    Der letzte Satz gehört denen NICHT!

    Und auch, wenn manche einfach nur müde werden, weil „dann endet die Diskussion ja nie“………
    nein, die Diskussion darf NICHT enden.

    Ich habe mal die Frage gestellt in einem Forum……..

    „Wie lange muss der Stammbaum zurückreichen, um sich Deutscher nennen zu dürfen und wer teilt dieses Recht zu?“

    Von den Parolen-Schwingern habe ich keine Antwort erhalten. Mir wurde anstatt dessen Polemik unterstellt. 😆

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Credits: Danke an Anders Norén für das Theme

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