In den letzten Wochen bin ich immer wieder auf Vorträge und Artikel gestoßen, die sich mit dem kreativen Potenzial von Kindern und Erwachsenen beschäftigten – quasi den Fähigkeiten, „out-of-the-box“ zu denken. Und was sie dafür benötigen.

Die Aufforderung von @spreeblick auf der re:publica: „Lasst die Kinder in Ruhe“ wird mir wohl in diesem Zusammenhang nachhaltig im Gedächtnis bleiben. Vor einer ganzen Weile fand ich auch mal auf einen TED-Talk zur Beziehung zwischen kreativen Lösungen und Belohnungssystemen, ich verlinke ihn hier:

http://www.youtube.com/watch?v=rrkrvAUbU9Y

Der Vortrag heißt The puzzle of motivation und zeigt, wie in Aussicht gestellte Belohnungen kreativen Lösungen im Weg stehen und sie schlimmstenfalls sogar verhindern können.

 

Das alles fand ich schon ziemlich beeindruckend. Jetzt schickte mir upworthy den folgenden Schnipsel:

http://www.upworthy.com/elementary-class-solves-one-of-the-worlds-biggest-mysteries-in-10-minutes?c=ufb1

Sie zeigen, wie kreativ Grundschulkinder in der Lösung einer Aufgabe werden konnten, als sie für eine einfache, bereits vorher gelöste Aufgabe einfach MEHR ZEIT bekamen – keine Vorgaben, keine in Aussicht gestellte Belohnung, kein Sternchen oder Pokal – einfach ein bisschen mehr Zeit.

 

Ist schon unfassbar cool. Und trifft etwas, das unsere Gesellschaft verinnerlichen muss: Weg von den „alten“ Arbeitszeitmodellen, den alten Belohnungsmodellen, dem höheren Gehalt als Motivation… weg auch von der Vorstellung, dass alle immer alles zu einer bestimmten Zeit machen/können/lernen müssen.

Unsere Kinder bilden die zukünftige Gesellschaft. Wir müssen ihnen echt ein bisschen mehr Freiraum für ihre eigenen Problemlösungen verschaffen!

 

(Das Wort zum Sonntag?:))